Musikalische Satiren über Kunst und Kommerz: Richard Strauss' Liederzyklus Krämerspiegel op. 66
Gesprächsabend mit Konzert
Richard Strauss schrieb seinen einzigen größeren Liederzyklus, „Krämerspiegel“ op. 66, im Jahr 1918 als Reaktion auf einen Rechtsstreit mit einem Musikverlag, aber auch vor dem Hintergrund seines Kampfes für ein besseres Urheberrecht. Der große Berliner Kritiker Alfred Kerr lieferte ihm passende Spottgedichte, mit deren Vertonung sich Strauss an den Musikverlegern als einer − wie er meinte − blutsaugerisch die Komponisten ausbeutenden Zunft rächen wollte. Bei aller satirischen Schärfe sind die zwölf Lieder des Zyklus, der im Autograph noch „Die Händler und die Kunst“ heißt, ein faszinierendes Panoptikum des Strauss’schen Komponierens, musikalisch hoch virtuos, doppelbödig im Ausdruck und voller Referenzen auf das eigene Schaffen. Die Kombination von wissenschaftlichem Vortrag und Konzert versucht diesen Zyklus als gleichermaßen sinnlichen wie intellektuellen Kunstgenuss zu erschließen.
Vortragende
Sarah Maria Sun (Sopran), Prof. Jan Philip Schulze (Klavier) und Prof. Dr. Hartmut Schick (Vortrag), LMU München,
Cooperation
Bayerische Akademie der Schönen Künste
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