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Fakten gegen Mythen - Meinungsbildung in Zeiten der Infodemie

„Wir bekämpfen nicht nur eine Epidemie, wir bekämpfen auch eine Infodemie“, warnte die Weltgesundheitsorganisation WHO bereits im Februar 2020 und meinte damit die Flut an Fake News, die sich genauso schnell wie das Corona-Virus verbreiten. Zum Abschluss unserer Ad-hoc-AG „Faktizität der Welt“ wird der Glaube an Verschwörungen aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen diskutiert. Video unserer Livestream-Veranstaltung vom 24.03.21 in der Reihe "Fakt und Fake".

Zum Inhalt

Mit jeder Impfung werde ein Mikrochip unter die Haut gebracht, um die Geimpften zu überwachen – das ist nur eine von vielen Verschwörungstheorien, die im Internet und auf „Querdenker“-Demonstrationen kursieren. Verschwörungsmythen sind kein neues Phänomen. Laut einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung sind rund 30 Prozent der Deutschen dafür empfänglich. Warum aber glauben Menschen aus allen Teilen unserer Gesellschaft, dass geheime Mächte die Welt steuern? Woher rührt ihr Misstrauen gegen Regierungen, Wissenschaft und öffentlich-rechtliche Medien? Wer lanciert Verschwörungstheorien mit welcher Intention? Welche Rolle spielen die Sozialen Medien bei ihrer Entstehung und Verbreitung? Was macht sie so gefährlich für unsere Demokratie? Und wie können wir ihnen am besten entgegenwirken? Vielerorts erfolgt Aufklärungsarbeit: Faktenchecker entlarven Falschmeldungen, Soziale Plattformen versehen fragwürdige Informationen mit Warnhinweisen. Bücher geben Tipps, und Schülerinnen und Schüler sollen gezielt für das Thema sensibilisiert und in ihrer Kritikfähigkeit geschult werden. Doch welcher weiteren konkreten Maßnahmen bedarf es seitens der Politik, Wissenschaft und Medien, um verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen und die Demokratie zu stärken? Und wie kann jeder und jede von uns gegen Desinformation vorgehen?

> Zur Veranstaltungsseite mit Flyer

 

Wer spricht

Es diskutieren: Ingrid Brodnig (Autorin und Journalistin), Prof. Dr. Michael Butter (Universität Tübingen), Dr. Astrid Séville (Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der LMU München/Junges Kolleg der BAdW), Moderation: Prof. Dr. Christoph Neuberger (Freie Universität Berlin/Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft/Ad-hoc-AG "Faktizität der Welt")

 

Die Ad-Hoc-AG "Faktizität der Welt" und die Themenreihe "Fakt und Fake"

Die Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Faktizität der Welt“ der Bayerischen Akademie der Wissenschaften beteiligte sich in den letzten 3 ½ Jahren, finanziert vom Freistaat Bayern, mit Fachtagungen, öffentlichen Veranstaltungen und Online-Gesprächen an der aktuellen Debatte, die sich um Begriffe wie „Postfaktizität“, „alternative Fakten“ oder „Post-Truth Politics“ dreht. Sie erörterte interdisziplinär die Methoden einer kritischen, wahrheitsorientierten Forschung und diskutierte die Bedeutung der Wissenschaft für gesellschaftliche Gestaltungs- und Transformationsprozesse, insbesondere auch im Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland.

Die BAdW stellt die aktuelle Debatte über Fakt und Fake in den Mittelpunkt einer Reihe von Aktivitäten zum Abschluss ihrer Ad-hoc-AG „Faktizität der Welt“. Neben einer Reihe in der Mediathek, zu der auch diese Veranstaltung zählt, gibt es ein Themenheft unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell" sowie die Online-Gesprächsreihe "Fake und Fakt im Bild" der AG.

> Zur Pressemitteilung "Fakt und Fake"


Weitere Inhalte aus den Reihen: Veranstaltung, Fakt & Fake


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