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München 1972: Gespaltenes Gedenken? Das Olympia-Attentat in der Erinnerungskultur Deutschlands und Israels

Am 5./6. September 2023 jährte sich zum 51. Mal der Anschlag, den palästinensische Terroristen während der Olympischen Sommerspiele in München auf das israelische Team verübten. Elf israelische Sportler, ein Polizist und fünf der Attentäter kamen bei der Geiselnahme und dem gescheiterten Befreiungsversuch der bayerischen Polizei ums Leben. Die Podiumsdiskussion am 6. September in der BAdW widmete sich dem in der Bundesrepublik und in Israel höchst unterschiedlichen Umgang mit diesem Ereignis.

Zum Inhalt

> Simultaneous translation of the panel discussion in hebrew

Während die Erinnerung an das Olympia-Attentat in Israel früh einen wichtigen Platz in der nationalen Erinnerungskultur erlangte, hat sich in der Bundesrepublik erst in jüngster Zeit ein selbstkritisches öffentliches Gedenken an die Opfer entwickelt. Die öffentliche Podiumsdiskussion ist Teil der ersten Arbeitstagung, die im Forschungsprojekt zur Aufarbeitung des Olympia-Attentats vom 5. bis 7. September 2023 in München veranstaltete. Das vom Bundesministerium des Innern und für Heimat initiierte Projekt wird durchgeführt von einer internationalen Historikerkommission und dem Institut für Zeitgeschichte München–Berlin und hat den Auftrag, noch immer ungeklärte Fragen zum Anschlag sowie zu seiner Vorund Nachgeschichte zu erforschen.

Wer spricht

Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger (Präsident der BAdW), Dr. Ludwig Spaenle (Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe), Talya Lador-Fresher (Generalkonsulin des Staates Israel in München), Juliane Seifert (Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und für Heimat), Ankie Spitzer (Witwe des ermordeten Fechttrainers Andrei Spitzer)

Moderation: PD Dr. Eva Oberloskamp ist Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München– Berlin (IfZ), wo sie als wissenschaftliche Geschäftsführerin der Forschungsstelle zur Aufarbeitung des Anschlags auf die israelische Olympiamannschaft fungiert.

Dr. Roman Deininger ist Chefreporter der Süddeutsche Zeitung, 2021 hat er zusammen mit Uwe Ritzer das Buch „Die Spiele des Jahrhunderts. Olympia 1972, der Terror und das neue Deutschland“ veröffentlicht. 

Prof. Dr. Kay Schiller unterrichtet Modern European History an der Universität Durham in Nordengland. 2010 hat er zusammen mit Christopher Young das Buch „The 1972 Munich Olympics and the Making of Modern Germany“ publiziert.

Prof. Dr. Shlomo Shpiro lehrt Politikwissenschaft an der Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv. Er ist Mitglied der internationalen Historikerkommission zur Aufarbeitung des Anschlags auf die israelische Olympiamannschaft.

Prof. Dr. Petra Terhoeven unterrichtet Europäische Kultur- und Zeitgeschichte an der Universität Göttingen. Sie ist Mitglied der internationalen Historikerkommission zur Aufarbeitung des Anschlags auf die israelische Olympiamannschaft.

> Zur Veranstaltungsseite mit Flyer

> Mehr zum Forschungsprojekt des IfZ


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