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Verborgene Schätze: Genisaforschung in Bayern

Vortragsreihe

Über 200 Jahre alte Bücher, Zettel, Briefe, Rechnungen, Quittungen und handschriftliche Zeugnisse: All diese Schätze wurden 1986 auf dem Dachboden der alten Synagoge von Veitshöchheim in der Nähe von Würzburg gefunden, versteckt in Gebälkritzen und dementsprechend zerstört oder fragmentarisch. Bei dem Fund handelt es sich um eine Genisa, in der religiöse Texte oder auch andere Objekte für immer abgelegt werden, sobald man sie nicht mehr benötigt. Veitshöchheim war nicht der einzige Ort, an dem eine Genisa entdeckt wurde. Aktuell sind etwa 40 Fundorte in Bayern bekannt. In Veitshöchheim werden die Reste der Texte in mühseliger Kleinarbeit erschlossen. Erhalten sind beispielsweise Drucke aus der Zeit um 1530, Märchen, die man bisher nicht kannte, sowie Quittungen aus dem 17. bis ins 19. Jahrhundert. Viele dieser Stücke sind völlig neu für die Erforschung des jüdischen Lebens in der jeweiligen Region.

Vortragende

Dr. Martina Edelmann (Leiterin des Jüdischen Kulturmuseums Veitshöchheim)

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

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Termin

14. Feb. 2023 19:00 Uhr

Ort

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Alfons-Goppel-Straße 11
80539 München

Raum

Sitzungssaal 1, 1. Stock

Veranstaltungstyp

Öffentliche Veranstaltung

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