Finanzierung
Die Bayerische Akademie der Wissenschaften wird überwiegend aus öffentlichen Mitteln des Freistaats Bayern und des Bundes finanziert. Daneben wirbt sie projektbezogene Drittmittel von öffentlichen Fördergebern sowie aus Programmen der Europäischen Union ein. Die Drittmittelquote liegt derzeit bei rund 40 Prozent.
Forschung und Vernetzung
Die Akademie setzt ihre Mittel in dauerhaften Forschungs- und Vernetzungsstrukturen ein. Als einzige Einrichtung in der deutschen Akademienlandschaft trägt sie eigene Forschungsinstitute sowie wissenschaftsunterstützende Agenturen. Hierzu zählen das Leibniz-Rechenzentrum mit seinen leistungsstarken Rechen- und Dateninfrastrukturen sowie Forschungsaktivitäten, das Walther-Meißner-Institut mit international sichtbarer Grundlagenforschung in den Quantenwissenschaften sowie das Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt), das interdisziplinäre Forschungsvorhaben durchführt und Projekte zu digitalen Methoden, Datenpraktiken und gesellschaftlichen Implikationen der Digitalisierung fördert.
Die Akademie fördert mit Mitteln des Freistaats Bayern und projektbezogenen Zuwendungen die Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Ein zentraler Akteur ist dabei die Bayerische KI-Agentur, die gemeinsam mit dem KI-Rat der Bayerischen Staatsregierung die bayernweite Zusammenarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz ausbaut. Mit AHA – The Science Communication Hub betreibt die Akademie zudem ein bundesweit einzigartiges Netzwerk für Wissenschaftskommunikation. Darüber hinaus stärkt sie mit dem Schelling-Forum an der Universität Würzburg ihre Präsenz in Nordbayern – als Außenstelle für Forschung und Dialog mit der Öffentlichkeit.
Drittmittel
2025 erreichte die Akademie eine Drittmittelquote von knapp 40 Prozent. Am Leibniz-Rechenzentrum lag sie bei rund 30 Prozent, am Walther-Meißner-Institut bei knapp über 50 Prozent. Hinzu kamen rund 12 Millionen Euro aus dem Akademienprogramm von Bund und Ländern für geisteswissenschaftliche Grundlagenforschung.
Die BAdW und ihre Institute führen internationale Projekte in Programmen der Europäischen Union durch, etwa Horizon Europe (einschließlich ERC Consolidator Grant), EU Quantum Flagship sowie EuroHPC Joint Undertaking. Auf nationaler Ebene stammen wichtige Fördermittel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, darunter aus der Exzellenzstrategie sowie koordinierten Verbundformaten wie den Sonderforschungsbereichen/Transregio (u. a. TRR 360, TRR 419) und weiteren DFG-Förderlinien. Zudem werden Projekte in bilateralen Programmen, etwa mit Frankreich (ANR–DFG), gefördert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf geisteswissenschaftlichen Langfristvorhaben, in denen grundlegende Referenzwerke von nationaler und internationaler Bedeutung entstehen. Ein Großteil dieser Forschung wird im Rahmen des Akademienprogramms durchgeführt, das Bund und Länder gemeinsam tragen.
