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Digital Humanities

Die BAdW stellt innovative Digitalisierungskonzepte und Digitaltechnik für die geisteswissenschaftliche Forschung bereit. Mit Methoden der Digital Humanities entstehen umfassende digitale Datenbanken – beispielsweise zu barocker Deckenmalerei oder bayerischen Dialekten – sowie digitale Publikationsreihen, die Forschung und Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. 

 

Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland

Decken- und Wandmalereien prägten barocke Innenräume wie kaum ein anderes Gestaltungsmittel. In Schlössern, Kirchen, Festsälen oder Bibliotheken entfaltete sie zwischen 1550 und 1800 eine erstaunliche Vielfalt und Innovationskraft. Das Vorhaben erforscht die rund 4.000 erhaltenen und rekonstruierbaren Malereien auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Die Ergebnisse werden mit innovativen Digitaltechniken in einer Online-Datenbank zugänglich gemacht.

Digital Nuremberg Military Tribunals

Das Projekt macht die umfangreichen Akten der Nürnberger Nachfolgeprozesse (1946–1949) digital zugänglich. Es verbindet (rechts-)historische Grundlagenforschung mit Methoden der Digital Humanities, Künstlicher Intelligenz und Natural Language Processing. Ziel ist es, den internationalen Zugang zu einem Schlüsselkapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte zu fördern und neue Impulse für die Forschung zum Völkerstrafrecht und zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen zu geben. 

Keilschriftartefakte Mesopotamiens - Cuneiform Artefacts of Iraq in Context

Die Hochkulturen zwischen Euphrat und Tigris gelten als Wiege der Menschheit, hier entstand vor 5.000 Jahren unter anderem die Schrift. Zentraler Teil dieses kulturellen Erbes sind rund 17.000 Keilschrifttafeln, die sich im Irak-Museum in Bagdad befinden. Sie werden in dem internationalen Projekt „Cuneiform Artefacts of Iraq in Context“ (CAIC) konserviert und restauriert sowie mit modernsten Technologien wie 3D-Fotografie und Künstlicher Intelligenz dokumentiert und erforscht.

Rudolf Carnap Digital

Das Projekt „Rudolf Carnap Digital. Erarbeitung des Gesamtwerks in den Kontexten der Moderne: Wiener Kreis, Formale Philosophie, Emigration, Kalter Krieg“ erschließt und digitalisiert das vollständige Werk des Philosophen Rudolf Carnap (1891–1970): seine Schriften, Tagebücher und rund 10.000 Briefe. Ziel ist die Erarbeitung einer kritischen Gesamtausgabe sowie einer intellektuellen Biografie.

Steinerne Zeugen digital

Das Projekt „Steinerne Zeugen digital.  Deutsch-jüdische Sepulkralkultur zwischen Mittelalter und Moderne – Raum, Form, Inschrift“ widmet sich den jüdischen Friedhöfen, die in Deutschland vom 11. Jahrhundert an erhalten sind. Durch die Edition hebräischer und hebräisch-deutscher Grabinschriften sowie durch die Analyse der Formensprache der Grabmale und ihrer topographischen Anordnung entsteht ein repräsentatives Text- und Bildkorpus.