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Über Stoff und Stein: Knotenpunkte von Textilkunst und Epigraphik

Internationale Fachtagung

Materialität ist ein wesentlicher Faktor für die Herstellung von Inschriften und Textilien. Einerseits haben Darstellungen von Gewändern und Stoffen auf Stein in der Textilforschung bislang kaum Berücksichtigung gefunden, obwohl ihre feste Datierung und Standortbezogenheit die Chronologie, Lokalisierung und soziokulturelle Zuordnung modischer Entwicklungen erleichtern. Andererseits sind Inschriften auf Textilien im Bereich der Epigraphik nur ein Randgebiet, obwohl gerade hier Material und technische Ausführung für die Schriftgestaltung von großer Bedeutung sind. Zudem sind textile Schriften oft die Avantgarde epigraphischer Schriftentwicklung. Dies zu zeigen ist Ziel der interdisziplinär angelegten Tagung, die Textilien im epigraphischen Kontext in den Mittelpunkt stellt. Trotz anhaltenden Interesses an der Gesamtheit materieller Kultur und ihrer sozialen Zusammenhänge blieb dieser Themenkomplex in seiner Vielfalt bisher weitgehend unberücksichtigt. Die Tagung wird mit den Bereichen Textilien in Inschriftendenkmälern, Schrift auf Textilien sowie textile Inschriften in Schriftzeugnissen drei wesentliche Aspekte für das Mittelalter und die frühe Neuzeit aufgreifen. Um den Einfluss der unterschiedlichen textilen Techniken auf die Buchstabengestaltung im direkten Austausch von Theorie und Praxis zu untersuchen, werden nicht nur ausgewiesene Expert(inn)en aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen die Themen beleuchten: Kunsthandwerkerinnen werden verschiedene Techniken zur Herstellung textiler Inschriften live demonstrieren. Ergänzend wird durch Ausstellungen der Kooperationspartner während der Tagung die Möglichkeit geschaffen, reale Objekte direkt vor Ort zu sehen und am Objekt zu diskutieren, wodurch bestimmte Fragestellungen vertieft werden können. Zur Dokumentation der Ergebnisse ist im Anschluss die Publikation der Vorträge und Diskussionsbeiträge in einem Tagungsband geplant.

Vortragende

Johannes Pietsch, Ramona Baltolu, Michael Peter, Hanns Hubach, Guy Delmarcel, Martin Wagendorfer, Estelle Ingrand-Varenne, Hannes Fahrnbauer, Vincent Debiais, María Encarnacíon Martín López, Irene Pereira García, Beata Biedrońska-Słota, Julian Zimmermann, Almut Schneider, Kerstin Merkel, Clemens M. M. Bayer, Andreas Rhoby, Anna Lena Frank, Mirjam Goeth, Ioan Albu, Vera Henkelmann, Bernd Päffgen

Kooperation

Abegg-Stiftung, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bayerisches Nationalmuseum, Bayerische Schlösserverwaltung, Diözesan-Museum Freising, Epigraphisches Forschungs- und Dokumentationszentrum der LMU München

Anmeldung erforderlich bis zum 31.12.2019. Es wird ein Tagungsbeitrag (inkl. Eintritte, Mittagessen und Pausenverpflegung) von 150.-€ (Studenten 50.-€) erhoben. Zahlung der Gebühr nach bestätigter Anmeldung bis 31.1.2020 per Überweisung. Vor Ort ist keine Zahlung möglich. Das Inschriften-Projekt wird als Vorhaben der BAdW im Rahmen des Akademienprogramms von der Bundesrepublik Deutschland und vom Freistaat Bayern gefördert.

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Termin

13. Feb. 2020 09:00 Uhr
– 14. Feb. 2020 18:00 Uhr

Ort

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Alfons-Goppel-Straße 11
80539 München

Raum

Sitzungssäle, 1. Stock

Veranstaltungstyp

Wissenschaftliche Veranstaltung

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