traditiones - Mittelalterliche Traditionsbücher. Stand, Potentiale und Desiderata
Bayern besitzt im Vergleich zu anderen Territorien einen einzigartigen Bestand an sogenannten Traditionsbüchern. Mit diesem Verständigungsbegriff wird ein Amtsbuch erfasst, das Eigentumsübertragungen (vgl. lat. tradere = übergeben) verzeichnet.
Als Begünstigte dieser Rechtsakte treten in der Regel Bistümer, Klöster oder Stifte auf. Die Traditionsbücher verzeichnen jene Übereignungen oft in Form einer notitia, weswegen man auch von Traditionsnotiz spricht. Sie dienten zur schriftlichen Beweissicherung. Oftmals schließt eine Zeugenreihe die traditio ab.
Die international besetzte Tagung hat sich als Ziel gesteckt, diese wichtige Quellengattung des Mittelalters vergleichend – räumlich und durch Einbeziehung weiterer Textgattungen, so der Urbare – einzuordnen und neue methodisch-inhaltliche Zugänge zu erproben. Erhofft werden Impulse für künftige Forschungsvorhaben.
Anmeldung bis 16.9. unter: B.Geschichte@lrz.uni-muenchen.de
