Urbanitas - Urbane Qualitäten
Kolloquium
Unter urbanitas verstand die römische Antike Formen von Kultiviertheit, wie sie sich nur im Kontext der städtischen Gesellschaft entwickeln konnten. Lediglich in der Großstadt waren die Voraussetzungen gegeben, im Wettstreit der Ideen Eleganz und Raffinesse auf die Spitze zu treiben, sei es in Sprache und Habitus oder auf der Ebene materieller Fertigkeiten. Die Tagung widmet sich daher aus einem erweiterten Blickwinkel der Frage nach dem Erfolgsmodell ‚Stadt‘ als treibender Kraft bei der Ausbildung und Verfeinerung von Kultur. Warum wurde dieser Siedlungsform im klassischen Altertum so nachhaltig der Vorzug vor allen anderen gegeben? Worin bestand der besondere Reiz, in dieser Weise menschliches Zusammenleben zu organisieren und stetig neu zu verhandeln? Wie äußert sich städtisches "Lebensgefühl" im archäologischen Befund?
Kooperation
Institut für Klassische Archäologie, LMU München Lehrstuhl für Klassische Archäologie, Universität Würzburg Deutsches Archäologishes Institut, Abteilung Rom

