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Russland nach dem Mord an Boris Nemzow

Podiumsdiskussion

In den ersten offiziellen Reaktionen auf den Mord an dem liberalen russischen Politiker Boris Nemzows war von einer „Provokation" mit dem Ziel der „Destabilisierung Russlands" die Rede. Dass der Kreml selbst die Destabilisierung des Landes als eine mögliche Folge des Attentats zur Sprache bringt, erstaunt mit Blick auf die zahlenmäßige Schwäche der Opposition. Es wirft die Frage nach den politischen und intellektuellen Triebkräften auf, die Russland heute bestimmen. Mit dem Krieg in der Ostukraine hat Russland nationalistischen Kräften ein Terrain geschaffen, in dem Radikalisierung und Gewalt kultiviert werden. Der Mord an Boris Nemzow drängt die Frage auf, in welchem Maße eine Politik, die zur Destabilisierung der Ukraine gedacht war, sich nun gegen Russland selbst wendet. „Russland verstehen" und „Putin verstehen" werden in der deutschen Intellektuellen Debatte oft als äquivalente Chiffren benutzt. Die Podiumsdiskussion soll dazu beitragen, differenzierter zu analysieren und danach zu fragen, welche nicht-vorhergesehenen und nicht-intendierten Folgen die russische Politik mit ihren Kampagnen gegen innere und äußere Feinde hat. Welche Kräfte mobilisieren in Russland zum Hass? Und welche Perspektiven hat die liberale Opposition?

Vortragende

Prof. Martin Schulze Wessel (Lehrstuhl für Geschichte Ost- und Südosteuropas, LMU München), Dr. Markus Ehm (Leiter des Büros der Hanns-Seidel-Stiftung in Moskau), Dr. Uwe Halbach (Stiftung Wissenschaft und Politik), Prof. Dr. Dirk Uffelmann (Inhaber des Lehrstuhls für Slavische Literaturen und Kulturen an der Universität Passau),

Moderation

Dr. Margarete Klein (Stiftung Wissenschaft und Politik)

Kooperation

Hanns-Seidel-Stiftung e.V.

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Termin

22. Apr. 2015 18:00 Uhr

Ort

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Alfons-Goppel-Straße 11
80539 München

Raum

Plenarsaal, 1. Stock

Veranstaltungstyp

Öffentliche Veranstaltung

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