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Inszenierung von Identitäten. Unteritalische Vasen zwischen Griechen und Indigenen.

Kolloquium

Rot gurig bemalte Vasen galten lange als ein Zeugnis für die Kultur der griechischen Koloniestädte an den Küsten Süditaliens. Ausgrabungen und Forschungen der letzten Jahrzehnte haben jedoch gezeigt, dass ein Großteil der Gefäße vor allem in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. für die indigene italische Bevölkerung hergestellt wurde. Vorrangig wurde rotfigurige Keramik anstelle oder zusammen mit der jeweiligen lokalen Keramik in den Gräbern italischer Eliten und anderen indigenen Kontexten verwendet. Die Gefäße und ihre Bilder sind also vielfach kein unmittelbares Zeugnis für die Griechen in Italien, sondern eine wichtige Informationsquelle für die Kultur und das Selbstverständnis der einheimischen Bevölkerung, über die es kaum schriftliche Nachrichten gibt. Was bedeutet diese Neubewertung für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den vielen tausend unteritalischen Vasen in den Museen und Sammlungen weltweit? Dieser Frage geht die Tagung nach. Das Kolloquium findet statt anlässlich der Ausstellung Gefährliche Perfektion. Grabvasen aus Unteritalien in der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin.

Kooperation

Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin

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Termin

26. Okt. 2016 00:00 Uhr
– 28. Okt. 2016 23:59 Uhr

Ort

Bodemuseum
Am Kupfergraben
10117 Berlin

Raum

Gobelinsaal

Veranstaltungstyp

Wissenschaftliche Veranstaltung

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