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Genchirurgie: Chancen und Grenzen

Fishbowl-Diskussion

Neue Technologien der Genomchirurgie, insbesondere die Technologie CRISPR-Cas9, revolutionieren die molekularbiologische Forschung. Mittels der Genschere CRISPR-Cas9 lässt sich das Erbgut von Pflanzen und Tieren so präzise, einfach und billig verändern wie nie zuvor. Aus einem defekten Gen kann der krankheitsverursachende Bereich herausgeschnitten und in einem weiteren Schritt durch die korrekte Sequenz ersetzt werden. Anders als viele andere gentechnische Verfahren hinterlässt die Genschere keinerlei Spuren. Diese innovative Methode sorgt derzeit für kontroverse Debatten. Insbesondere ihr Einsatz in der Medizin ist umstritten. Während somatische Gentherapien weitgehend unumstritten sind, sind Eingriffe mit Auswirkungen auf die Keimbahn in Deutschland verboten. Befürworter sehen jedoch die Chance, unheilbare Krankheiten zu therapieren und Gendefekte bereits im Embryo zu reparieren und damit schwere Erbkrankheiten zu verhindern. Kritiker warnen hingegen vor Manipulation, Designer-Babys und einem massiven Eingriff in die Evolution. Wie wollen wir in Zukunft mit dem menschlichen Genom umgehen? Was kann diese neue Technik? Wo sind ihre Grenzen? Und welche Art von Anwendungen sind rechtlich möglich und ethisch verantwortbar? Diese Fragen wollen wir in der Fishbowl-Runde diskutieren.

Vortragende

Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert (Münster), Prof. Dr. Jörg Vogel (Würzburg), Prof. Dr. Peter B. Becker (LMU München/ BAdW)

Moderation

Jeanne Turczynski

Kooperation

Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina; acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Termin

07. Nov. 2016 18:00 Uhr

Ort

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Alfons-Goppel-Straße 11
80539 München

Raum

Plenarsaal, 1. Stock

Veranstaltungstyp

Öffentliche Veranstaltung

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