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Dr. Isabel Leicht

Die von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften auf Anregung des damaligen Wissenschaftsministers Dr. Ludwig Spaenle in Auftrag gegebene Studie „Islam in Bayern“ entstand am Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa (EZIRE) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Das Themenspektrum reicht vom islamischen Unterricht bis zur Gefangenenseelsorge, von der Kooperation zwischen Staat und Verbänden bis zu Salafismus und Islamfeindlichkeit. Als erste derart breit angelegte Studie zu muslimischem Leben in einem deutschen Flächenland besitzt sie nicht nur wissenschaftliche, sondern auch besondere politische Bedeutung. Ergebnis der Studie ist ein Policy Paper, das am 18. Juli in der Akademie vorgestellt wurde. Das Policy Paper steht hier zum Download zur Verfügung. (PDF)
Zentrale Ergebnisse sind:
Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie hier im Artikel „Längst angekommen“ im Themenheft „Islam in Bayern“ der Zeitschrift Akademie Aktuell (Autorin: Claudia Mende). Zur gesamten Ausgabe.
Das Vorhaben wurde betreut von der Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Weltreligionen – Islam in Bayern“ der Akademie. Hauptfokus der Untersuchung war die Frage, wie es um die Chancen von Musliminnen und Muslimen auf eine gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft steht. Wissenschaftler des EZIRE sprachen dazu unter anderem mit Imamen, Lehrkräften, Gerichtsvollziehern, Polizeipräsidenten, Flüchtlingen, Salafisten und Islamhassern. Finanziert wurde das Vorhaben vom damaligen Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.
Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist die größte und eine der ältesten Akademien in Deutschland. Ihren Aufgaben als Gelehrtengesellschaft, außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Ort des lebendigen wissenschaftlichen Dialogs mit Gesellschaft und Politik ist sie seit mehr als 250 Jahren verpflichtet. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und das kulturelle Erbe sichern. Die Akademie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Europas, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern fördert sie in ihrem Jungen Kolleg. Die Akademie ist Mitglied in der Akademienunion.