Navigation überspringen

Jean-Delay-Preis 2026 für Peter Falkai

Akademiemitglied Peter Falkai erhält die renommierteste Auszeichnung im Bereich der Psychiatrie.

Dies gab die World Psychiatric Association (WPA) kürzlich bekannt. Die WPA begründet ihre Entscheidung, Peter Falkai auszuzeichnen: 

„Professor Peter Falkai ist ein äußerst würdiger Preisträger und einer der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Psychiatrie. Seit mehr als 30 Jahren leistet er wichtige Beiträge zum Verständnis und zur Behandlung psychotischer Störungen, insbesondere der Schizophrenie. Seine Arbeit hat das Wissen über kognitive Dysfunktionen erweitert, darunter einflussreiche Forschungen zu myelinbezogenen Mechanismen und den biologischen Grundlagen kognitiver Beeinträchtigungen.

Zudem hat er wichtige Studien geleitet, die die positiven Auswirkungen körperlicher Bewegung auf die kognitiven Funktionen bei Schizophrenie belegen und so dazu beitragen, eine Brücke zwischen biologischer Forschung und klinischer Praxis zu schlagen. Professor Falkai hat mehr als 1.400 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, an internationalen Behandlungsleitlinien mitgewirkt und gilt weithin als einer der am häufigsten zitierten Forscher auf diesem Gebiet.

Als engagierter Kliniker und Wissenschaftler ist Professor Falkai Professor und Vorsitzender des Lehrstuhls für Psychiatrie und Psychotherapie an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Klinikleiter am Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Er hatte zahlreiche internationale Führungspositionen inne, darunter die des Präsidenten der World Federation of Societies of Biological Psychiatry und des ehemaligen Präsidenten der European Psychiatric Association.“

Der Jean-Delay-Preis der WPA ist die renommierteste Auszeichnung im Bereich der Psychiatrie. Der Preis wird alle drei Jahre von der World Psychiatric Association (WPA) im Rahmen ihres Weltkongresses für Psychiatrie verliehen. Er ist nach dem ersten Präsidenten der WPA benannt und würdigt dessen bedeutende Beiträge zur Psychiatrie im 20. Jahrhundert. 

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften gratuliert ihrem Mitglied zu dieser Auszeichnung!


Teilen