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02/26

Neuerscheinung: Big Data for Better Healthcare

Neue Publikation der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zeigt Wege zur Nutzung von Gesundheitsdaten auf.

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens und der Einsatz von KI-gestützten Verfahren bieten enorme Chancen für eine qualitativ bessere, effizientere und stärker patientenzentrierte Gesundheitsversorgung. Große, qualitativ hochwertige Gesundheits-datensätze bilden die Grundlage für Fortschritte in Prävention, Diagnostik und Therapie sowie für Innovationen in der medizinischen Forschung und der Versorgungssteuerung. Gleichzeitig zeigen sich europaweit strukturelle Defizite bei der Nutzung dieser Daten: Fragmentierte IT-Landschaften, fehlende Interoperabilität und heterogene Governance-Modelle begrenzen bislang den systematischen Einsatz von Gesundheitsdaten.
Wie können Gesundheitsdaten systematisch genutzt werden, um diese Potenziale zu heben? Die neue Publikation der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) „Big Data for Better Healthcare – European Perspectives“ dokumentiert die Ergebnisse einer internationalen Fachtagung, die am 15. Dezember 2025 in München stattfand und sich genau dieser Frage widmete. Die Veröffentlichung analysiert zukunftsweisende Modelle aus europäischen Ländern, identifiziert zentrale Herausforderungen und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Gesundheitsdatenräumen ab.

Tagungsbericht: Big Data for Better Healthcare – European Perspectives. International Strategies for Data-driven, Patient-centered Healthcare. (PDF)

Die Fachtagung „Big Data for Better Healthcare – European Perspectives“, organisiert von der BAdW gemeinsam mit Dierks+Company und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, brachte rund 200 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Gesundheitswesen in der Akademie zusammen. Mit Keynote-Vorträgen aus Finnland, Italien und Dänemark sowie drei vertiefenden Panels zu Diagnostikinfrastruktur, individualisierter Medizin und Datenqualität diente die Veranstaltung als Forum für einen lösungsorientierten Dialog zwischen Forschung, Praxis und Politik. Der nun vorliegende Tagungsbericht fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und formuliert Empfehlungen für die Weiterentwicklung von Gesundheitsdatenräumen. „Künstliche Intelligenz wird die Medizin substanziell verändern – von der Diagnostik über die Therapie bis zur Prävention. Für ihren Nutzen ist jedoch nicht allein der Algorithmus entscheidend, sondern vor allem die Qualität der zugrunde liegenden Daten. Nur wenn wir in Deutschland qualitativ hochwertige Gesundheitsdaten verantwortungsvoll nutzbar machen, kann KI ihr volles Potenzial für bessere Versorgung und exzellente Forschung entfalten“, so Markus Schwaiger, Akademiepräsident und bis 2021 Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München.