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Open Access als neuer Weg des wissenschaftlichen Publizierens

Die Digitalisierung ermöglicht neue Wege, wissenschaftliche Daten und Information zu kommunizieren. Open Access wurde in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren zu einem viel diskutierten Thema. Unter Open Access versteht man im Allgemeinen die Strategie, wissenschaftliche Publikationen und Daten öffentlich und entgeltfrei bereitzustellen. Dies eröffnet eine Alternative zu herkömmlichen wissenschaftlichen, zumeist kostenpflichtigen Kommunikationsmedien, wie sie in Form von Journalen oder Büchern von Verlagen angeboten werden. Im Zusammenhang mit der Open-Access-Bewegung werden auch Verfahren entwickelt, um die Begutachtung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen transparenter zu gestalten. Bei diesem sogenannten Open Peer Review wird der Begutachtungsprozess entweder unter Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt oder nach Abschluss des Verfahrens für die Öffentlichkeit einsehbar gemacht. Gerade im Zuge der COVID-19 Pandemie haben Digitalisierung, Open Access und Open Peer Review Prozesse stark an Bedeutung gewonnen, da entsprechende Publikationen auf diese Weise schnell und transparent diskutiert werden können.

Unsere Arbeitsgruppe des Jungen Kollegs der BAdW untersucht das Pro und Kontra verschiedener Open Access Modelle und der Open Peer Review Prozesse. Folgende Fragen bilden hierbei den Schwerpunkt unserer Arbeit, um zu beurteilen, welche Rolle dem Format in Zukunft zukommt: Welche Folgen hat der freie Zugang zu Fachartikeln?

 

  • Gibt es Unterschiede bei der Umsetzung von Open Access in den Fachdisziplinen?
  • Welche wirtschaftlichen Aspekte spielen bei Open Access eine Rolle?
  • Gibt es einen Qualitätsunterschied zwischen Open Access und klassischer Publikation?
  • Welchen Einfluss haben die steigenden Kosten für Publikationen für Nachwuchswissenschaftler, finanziell schwächere Fachrichtungen und weniger entwickelte Länder?
  • Welche Auswirkungen ergeben sich, wenn Drittmittelförderung zwangsläufig an Open Access Publikationen gebunden ist?
  • Schränken politische Maßnahmen zu verpflichtenden Open Access Publikationen die Forschungsfreiheit ein?
  • Wie lassen sich in einem öffentlichen Peer Review Verfahren Qualitätsstandards aufrechterhalten?   
  • Kann eine ausreichende Anzahl an Experten für Open Peer Review gewonnen werden?   
  • Welche Lehren können wir aus der Zeit der Corona-Pandemie für die Wissenschaftskommunikation ziehen