Zum Inhalt
Religiöse Praktiken, Regeln und Zumutungen richten sich laut Armin Nassehi besonders auf zwei Dinge: auf die Geschlechtlichkeit des Gläubigen und auf die Regulierung des Sexuellen. Das gelte konfessions- und religionsübergreifend. Wenn es stimmt, dass Regeln vor allem den Sinn haben, das Leben kalkulierbarer und die Abweichung sagbarer zu machen, müsse das umso mehr erstaunen, als sich religiöse Regeln im modernen Alltag vor allem an der Zumutung von Geschlechtsrollen und an sexuellen Liberalisierungen reiben. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass das Geschlechtliche und Sexuelle etwas mit der Kontinuierung der Schöpfung zu tun hat und deshalb nicht einfach freigegeben werden darf. Oder ist es doch nur ein funktionales Äquivalent für die Ewigkeit, mit der man kaum mehr jemanden ängstigen kann?
Wer spricht
Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW
Prof. Dr. Armin Nassehi ist Lehrstuhlinhaber für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).
> Zur Pressemitteilung "Neuerscheinung: Religion und Gesellschaft. Sinnstiftungssysteme im Konflikt" vom 25.03.2020
> Zur Folge “Muslimisch, moderat, modern - Religiöse Pluralität in der islamischen Kultur Indonesiens” mit Edith Franke








