Zum Inhalt
Prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Kampf um Drittmittel, Plagiatsvorwürfe – das sind die Negativschlagzeilen, wenn es heute um Wissenschaft geht. Das Image der Wissenschaft in unserer Gesellschaft ist angekratzt, der Beruf des Wissenschaftlers wenig attraktiv. Und dennoch sind die Erwartungen hoch: Wissenschaftler sollen beraten, überzeugende und eindeutige Lösungen zu aktuellen Fragen wie Migration, Abrüstung, Klimawandel oder Brexit präsentieren und Orientierungswissen bieten.
Wer spricht
Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber
Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf, Prof. Dr. Gangolf Hübinger, Dr. Laura Münkler, Prof. Dr. Kai Papenfort
Moderation: Dr. Jeanne Rubner,
Bild: Max Weber, 1907. Die Woche, Moderne illustrierte Zeitschrift, Band II, Nr. 17, S. 741. Wikimedia, gemeinfrei
Zu "Wissenschaft als Beruf"
Max Weber kam am 7. November 1917 auf Einladung der Freien Studentenschaft nach München. Seine Rede „Wissenschaft als Beruf“, kurz vor dem vierten Kriegswinter gehalten, ist eine nüchterne Vermessung der Berufschancen und der Grenzen wissenschaftlicher Aussagefähigkeit. Noch viel mehr ist sie eine kritische Reflexion über die Bedeutung der Wissenschaft in der modernen Kultur. Indem wir prinzipiell alles wissen können, trägt die Wissenschaft entscheidend zur „Entzauberung der Welt“ bei und ist somit ein treibender Motor für die Rationalisierung aller Lebensbereiche. „Wissenschaft als Beruf“ ist ein einzigartiges kulturgeschichtliches Dokument und ein herausragender wissenschaftssoziologischer Referenztext, der auch heute noch erfrischend und schonungslos zum Nachdenken über Wissenschaft als Beruf(ung) und den Stellenwert der Wissenschaft in unserer heutigen Zeit einlädt.
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