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Das italienische Risorgimento und der deutsche Nationalismus instrumentalisierten Friedrich I. Barbarossa politisch: Manchen galt er als fremder Herrscher, der gegen die Freiheit der italienischen Städte kämpfte, nach Meinung anderer trug er bereits im Mittelalter zur Einigung des deutschen Volkes bei. Doch wer war er wirklich? In seinem Vortrag thematisiert Knut Görich die moderne Rezeption des Stauferkaisers, aber auch dessen aristokratische Mentalität, für die die Wahrung von Rang und Ehre ein wesentliches Merkmal war. Sie bildete den roten Faden in den Kämpfen, die Barbarossa in Deutschland mit den Fürsten, in Italien mit dem lombardischen Städtebund und mit dem Papsttum sowie im Kreuzzug mit dem byzantinischen Kaiser führte.
Wer spricht
Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW
Prof. Dr. Knut Görich hatte von 2001 bis 2024 den Lehrstuhl für Geschichte des Früh- und Hochmittelalters an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne. Er ist ordentliches Mitglied der BAdW.
Moderation: Dr. Jan Schulte-Kellinghaus ist Journalist und produziert den Podcast „Wer wir sind und warum das nicht klappte… In 99 Folgen durch die deutsche Geschichte“, in dem er in Gesprächen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die deutsche Geschichte erkundet.










