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DNA, mRNA, Zelltherapie: Neue Wege in der Krebsforschung

Kann man Krebs eines Tages heilen? Neben den in der Corona-Pandemie zu einiger Berühmtheit gelangten mRNA-Impfstoffen werden derzeit viele weitere Medikamente auf DNA- oder RNA-Basis erforscht, die großes Potential insbesondere für die Krebstherapie haben. Welche Forschungsansätze sind dabei besonders vielversprechend? Und welche Hürden gilt es noch zu überwinden? Der Biophysiker Dr. Klaus Wagenbauer gibt Einblicke in ein dynamisches Feld.

 

Zum Inhalt

Gegen Krebs galten bislang als bewährte Mittel die Chemotherapie oder die Bestrahlung betroffener Körperregionen - beides stellt jedoch eine starke Belastung für den Körper der Patientin oder des Patienten dar, ohne eine dauerhafte Heilung zu garantieren. Zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Chemotherapie zählen Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit, außerdem der bekannte Haarausfall. Seit einigen Jahren sind, zunächst ergänzend, auch neue Methoden der Krebsimmuntherapie auf dem Vormarsch. Mit diesem Ansatz versucht die Krebsforschung, ähnlich wie beim Impfen, das körpereigene Immunsystem zu aktivieren und darauf zu trainieren, Tumorzellen zu bekämpfen. Ein bislang ungelöstes Problem der Immuntherapie liegt jedoch erneut in der Schwere der Nebenwirkungen, die häufig sogar zu einem Abbruch der Therapie führen. Die Arbeitsgruppe „Biomolekulare Nanotechnologie“ der TU München arbeitet an Wegen, diese Nebenwirkungen der Immuntherapie durch DNA-basierte Nanoschalter zu verringern und dabei noch ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Dieser Podcast gibt einen Einblick in die aktuelle Forschung, widmet sich der Frage, warum Medikamente auf DNA- oder RNA-Basis die Zukunft sein könnten und natürlich, ob Krebserkrankungen irgendwann heilbar sein werden.

Wer spricht

Dr. Klaus Wagenbauer ist Biophysiker und seit 2020 Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW. In der Arbeitsgruppe „Biomolekulare Nanotechnologie“ unter der Leitung von Prof. Dr. Hendrik Dietz forscht er mit seinen Kollegen Dr. Jonas Funke und Dr. Benjamin Kick an DNA-basierten Nanoschaltern zur kontrollierten und lokalen Aktivierung von therapeutischen Antikörpern. Die Arbeitsgruppe hat 2020 den Innovationspreis der BioRegionen erhalten.

Interview: Ruth-Maria Zapf, Trainee Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.

Bild: Prof. Dr. Hendrik Dietz

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    Teaser
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    Jingle
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    Einführender Kommentar
  • 01:50
    Begrüßung
  • 02:19
    Stärken und Schwächen der Immuntherapie
  • 03:34
    DNA-basierte Nanoschalter
  • 05:42
    Nutzen für die Patienten
  • 06:20
    Maßgeschneiderte Therapie
  • 07:06
    Behandlung verschiedener Krebstypen
  • 08:07
    Klinische Studien und Marktreife
  • 09:19
    DNA und RNA als Medikamente der Zukunft
  • 11:02
    DNA und Erbgut
  • 11:42
    Unterschiede zwischen DNA und RNA
  • 13:17
    mRNA in der Krebsforschung
  • 13:53
    Künstlich hergestellte DNA
  • 14:25
    Selbtsbauender Schalter
  • 14:55
    Vor- und Nachteile der Zelltherapie
  • 16:56
    Werdegang und Promotion
  • 19:12
    Skifahren als Ausgleich
  • 19:53
    Wird Krebs seinen Schrecken verlieren?

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