Logo der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  1. Die Akademie
  2. Aufgaben und Ziele

Aufgaben und Ziele

Die Akademie forscht

In mehr als 60 Projekten betreibt die Bayerische Akademie der Wissenschaften innovative Grundlagenforschung in den Geistes- und Naturwissenschaften. Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung legt sie den Schwerpunkt auf langfristig angelegte Forschungsvorhaben, darunter wissenschaftliche Wörterbücher, Editionen und Messreihen, die unser kulturelles Erbe sichern und die Basis für weiterführende Forschung liefern. Viele der Vorhaben entstehen in internationalem Verbund. Wesentlich kürzer angelegt als die Langzeitprojekte sind die neuen Ad-hoc-Arbeitsgruppen, die sich Fragen von hoher gesellschaftlicher und politischer Relevanz widmen. Mit dem Leibniz-Rechenzentrum und dem Walther-Meißner-Institut für Tieftemperaturforschung betreibt die Akademie außerdem zwei international renommierte Institute auf dem Garchinger Forschungscampus. Dem gesellschaftlichen Wandel durch die Digitalisierung widmet sich das Munich Center for Internet Research (MCIR).

Die Akademie vernetzt

Die Akademie ist als Gelehrtengemeinschaft ein hochkarätiges Netzwerk von Spitzenforscherinnen und Spitzenforschern, die in der Akademie ein Forum für den interdisziplinären Austausch finden. Die Akademie ist aber auch ein Raum, in dem sich der exzellente wissenschaftliche Nachwuchs (gefördert im Jungen Kolleg) mit den etablierten Wissenschaftlern austauschen kann. Darüber hinaus bringt die Akademie durch Ad-hoc-Arbeitsgruppen, das Forum Technologie und das Forum Ökologie ihr Expertenwissen in politische Entscheidungsprozesse ein. Nicht zuletzt ist die Akademie selbst aktiv vernetzt – deutschlandweit und international. In Kooperationen, beispielsweise mit acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, dem Deutschen Museum oder der Bayerischen Staatsbibliothek, verbindet die Akademie fachliche Kompetenzen über institutionelle Grenzen hinweg, bündelt wissenschaftliche Expertise und stärkt dadurch die Wissenschaftsstandorte in Bayern.

Die Akademie fördert

Seit 2010 fördert die Akademie mit ihrem Jungen Kolleg den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern. Dank der großzügigen Unterstützung des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst konnte die Finanzierung dauerhaft gesichert werden. Die nachhaltige Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses setzt nicht erst in der Post-doc-Phase an, sondern schon bei Schülern und Studierenden: So bietet die Abteilung Digital Humanities Workshops und Fortbildungen für Studierende an, in denen diese sich Kernkompetenzen digitaler Methoden erarbeiten können. Das Schülerprogramm des Forums Technologie gibt die Begeisterung an der naturwissenschaftlichen Forschung an die junge Generation weiter. Auch im Rahmen von „Jugend forscht“ lobt die Akademie Sonderpreise aus und ermöglicht dadurch Schülerinnen und Schülern im Rahmen von Workshops und Exkursionen Einblicke in die Forschung.

Die Akademie informiert

Wissenschaftliche Erkenntnisse publiziert die Akademie in ihren Schriftenreihen und stellt sie seit 2015 im Rahmen ihrer Open-Access-Strategie kostenfrei zur Verfügung. Expertise wird dadurch zur nachhaltigen wissenschaftlichen Nachnutzung, aber auch zur freien Information aller interessierten Bürgerinnen und Bürger offen zugänglich gemacht. Kolloquien und Tagungen dienen dem transdisziplinären wissenschaftlichen Dialog. Öffentliche Veranstaltungen wiederum bringen Wissenschaft und Öffentlichkeit miteinander ins Gespräch und tragen so die breite wissenschaftliche Expertise der Akademie in die Gesellschaft. Vierteljährlich informiert die Publikumszeitschrift „Akademie Aktuell“ über aktuelle Forschungsthemen, Veranstaltungen und Personalia. Zusätzlich gibt das Jahrbuch regelmäßig Einblick in das Akademieleben. Neben dem Internetauftritt ist die Akademie seit 2015 in den sozialen Netzwerken aktiv – diese sind nicht nur ein Informationsweg, sondern vor allem eine herzliche Einladung, mit uns in den Dialog zu treten.

Die Akademie reformiert

„Tendit ad aequum – Sie strebt nach dem Angemessenen“ ist seit der Gründung im Jahr 1759 das Motto der Akademie. Das, was unter dem Angemessenen verstanden wird, verändert sich stetig. Und wie die Gesellschaft und ihre Werte, so ist auch die Akademie in Bewegung: Im Jahr 2015 führte sie eine ihrer nachhaltigsten Reformen durch. Diese Strukturreform gründete auf den Empfehlungen einer externen Expertenkommission und betraf alle Bereiche der Akademie: Die Gelehrtengemeinschaft gliedert sich nun in vier Sektionen (vormals: zwei Klassen), und die Jungen Kollegiatinnen und Kollegiaten haben den Status außerordentlicher Mitglieder erhalten. Die Forschungsarbeit findet weiterhin in Projekten statt, die nun der Projektausschuss koordiniert und der Projektbeirat berät und prüft. Zusätzlich zu den Langzeitprojekten sieht die neue Satzung die bereits erwähnten Ad-hoc-Arbeitsgruppen mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren vor. Das neue Gremium des Forschungsausschusses berät über die wissenschaftliche Ausrichtung der Akademie. Auch neue Veranstaltungsformate wie Fish-Bowl-Diskussionen und Science-Slams bringen Bewegung in das Akademieleben und sprechen neue Zielgruppen an.