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SUMMARY:Von Erwählten zu Unerwünschten. Die Verdrängung von Mitgliedern aus
  der BAdW während der NS-Zeit
DESCRIPTION:Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 begann ein 
 umfassender Umgestaltungsprozess der deutschen Wissenschaftslandschaft. Dav
 on waren insbesondere als „nichtarisch“ oder „jüdisch versippt“ verfolgte W
 issenschaftlerinnen und Wissenschaftler betroffen, die frühzeitig aus ihren
  Positionen vertrieben wurden. Während an den meisten wissenschaftlichen In
 stitutionen bereits im Frühjahr 1933 Entlassungswellen einsetzten, war eine
  Verdrängung von Mitgliedern aus den Akademien der Wissenschaften aufgrund 
 der geltenden Rechtslage bis 1938 nicht möglich. Im Mittelpunkt des Vortrag
 s stehen die Biografien der 25 Mitglieder, die von der späten, aber umfasse
 nden Verdrängungspolitik der Bayerischen Akademie der Wissenschaften betrof
 fen waren. Die meisten dieser Mitglieder, die die BAdW als Teil der Gelehrt
 engemeinschaft aktiv prägten, hatten bis 1938 Handlungsspielräume, die an a
 nderen Orten längst undenkbar waren. Der Umgang mit dem Physiker Albert Ein
 stein und dem Chemiker Richard Willstätter zeigt jedoch, dass es bereits 19
 33 Verdrängungsmaßnahmen gab. Doch auch weniger prominente Wissenschaftleri
 nnen und Wissenschaftler wurden verdrängt und sind aus dem Blick der Öffent
 lichkeit gerückt: Wie erging es dem Sanskritisten und Indologen Lucian Sche
 rman, der als Direktor des Völkerkundemuseums (heute Museum Fünf Kontinente
 ) vor 1933 eng mit der Münchner Stadtgesellschaft verbunden war? Oder Kasim
 ir Fajans, Direktor des Instituts für Physikalische Chemie, der in den 1920
 er Jahren als Anwärter auf einen Nobelpreis galt? Wie unterscheidet sich de
 r Fall des Anglisten Max Förster, der 1934 seinen Lehrstuhl an der Münchner
  Universität räumen musste, jedoch in der Akademie als ordentliches Mitglie
 d verblieb? Und wie ging die Akademie mit ihren Mitgliedern im Ausland um? 
 Ein Beispiel im Vortrag wird die italienische Papyrologin und Philologin Me
 dea Norsa sein, das erste weibliche korrespondierende Mitglied der BAdW. Lo
 uisa Mathes liefert in ihrem Vortrag Antworten und kontextualisiert die Ges
 chehnisse in der BAdW während der NS-Zeit. Anschließend steht sie für Frage
 n aus dem Publikum bereit.
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