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28/05

Fortsetzung der gemeinsamen Vortragsreihe von Bayerischer Akademie der Wissenschaften, Kulturreferat der Landeshauptstadt München und Bayerischem Fernsehen BR-alpha am Montag, 4. Juli 2005, 18.00 Uhr.

 

 

28/05
26. Juni 2005

Fortsetzung der gemeinsamen Vortragsreihe von Bayerischer Akademie der Wissenschaften, Kulturreferat der Landeshauptstadt München und Bayerischem Fernsehen BR-alpha am Montag, 4. Juli 2005, 18.00 Uhr.

Als "wissenschaftsöde" bezeichnete der Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling die Königlich-bayerische Haupt- und Residenzstadt München, als er 1827 sein Amt als Vorstand der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und Generalkonservator der Staatlichen Sammlungen antrat. Sein ehrgeiziges Ziel: Er wollte den Wissenschaftsbetrieb reformieren – und setzte sich durch. Fortan leuchtete München – neben Göttingen und Berlin – als eine der führenden Wissenschaftsmetropolen Deutschlands.

Seine einflussreiche Stellung bei Hof als bildungspolitischer Berater König Ludwig I. nutzte er, um eine Reorganisation der Akademie der Wissenschaften durchzusetzen, nachdem er bereits 1807 die Neuschaffung der Akademie der Künste angeregt hatte. An der 1826 von Landshut hierher geholten Universität legte Schelling – gemeinsam mit Thiersch – in einer neuen "Studienordnung" die Grundlagen für den wissenschaftliche Lehr- und Forschungsbetrieb in den Geistes- und Naturwissenschaften nach Humboldts Vorbild. Außerdem wirkte er maßgeblich an der Entwicklung eines Lehrplans für die Schulen in Bayern mit. In seiner Münchner Zeit (seit 1806 mit Unterbrechungen bis 1840) arbeitete er u.a. an seinem Monumentalwerk "Die Weltenalter". Einer seiner Schüler, der Kronprinz und spätere König Max II. von Bayern, fasste die Bewunderung der Zeitgenossen für Schelling nach dessen Tod mit einer Inschrift an dem Denkmal in Bad Ragaz (Schweiz) mit den Worten zusammen: "Der erste Denker Deutschlands".

In seinem öffentlichen Vortrag in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zeichnet Prof. Jörg Jantzen das Leben und Wirken Schellings nach. Wie in dieser Vortragsreihe üblich, wird das Referat mit multimedialen Einspielungen angereichert. Der Referent ist Professor für Philosophie an der Universität München, Herausgeber der von der Akademie besorgten Historisch-Kritischen Ausgabe der Werke Schellings und Präsident der Internationalen Schelling-Gesellschaft e.V.

Die Vorträge "München leuchtet für die Wissenschaft" werden vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichnet und ab 6. Juli 2005 jeweils Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 18.00 bis 18.30 Uhr in BR-alpha ausgestrahlt. Im Wintersemester wird die Reihe im Alten Rathaus fortgesetzt.

Hinweis: Am Freitag. 8. Juli 2005, findet ein Rundgang auf den Spuren Schellings in München statt. Treffpunkt 14.00 Uhr vor der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Marstallplatz 8.